Texte über Bücher in Ulrich Kloses Logbuch

Beitrag vom: 23. September 2012 - 22:29 | Von: junirio

tl;dr

Julia Schramms Buch "Klick mich" ist schlecht geschrieben. Erschreckender ist aber die darin geäußerte Haltung zu Individuum und Gesellschaft. Moderne, Politik und gesellschaftliches Engagement werden darin zur belanglosen Selbstbespiegelung.

Mit diesem hyper-, die Autorin würde sagen: "metamodernen", Kürzel plus der folgenden Zusammenfassung sind wir bereits mitten im Thema - und haben dem Buch Klick mich: Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin von Julia Schramm sogar die Reverenz erwiesen. Gut: früher nannte man so etwas Zusammenfassung, Anriss oder Vorspann, und es wurde bei jedem längeren Zeitungsbericht verwendet, aber Schramm erweckt in ihrem trendigen, schmalen Buch den Eindruck, alles sei neu und werde zum ersten Mal von der Gesellschaft erlebt.

Ein gewisser Gruselfaktor war dabei, als ich das eBook dieser Veröffentlichung kaufte - ganz legal beim Online-Buchhändler des Vertrauens. Dass es nicht literaturnobelpreisverdächtig sei, ließ sich spätestens nach der vernichtenden Kritik von Ole Reißmann auf Spiegel Online erahnen. Nachdem ich auch nirgendwo anders eine gute Kritik fand, musste ich mich doch selbst überzeugen. Und ich habe jede Seite gelesen. Es war hart! Die Kritikerinnen und Kritiker hatten nicht zu viel versprochen. Immer wieder musste ich aufpassen, nicht in großflächiges Querlesen zu verfallen. Denn alles, was Schramm schreibt, ist - so belanglos.

Beitrag vom: 23. September 2012 - 22:29 | Von: junirio

tl;dr

Julia Schramms Buch "Klick mich" ist schlecht geschrieben. Erschreckender ist aber die darin geäußerte Haltung zu Individuum und Gesellschaft. Moderne, Politik und gesellschaftliches Engagement werden darin zur belanglosen Selbstbespiegelung.

Mit diesem hyper-, die Autorin würde sagen: "metamodernen", Kürzel plus der folgenden Zusammenfassung sind wir bereits mitten im Thema - und haben dem Buch Klick mich: Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin von Julia Schramm sogar die Reverenz erwiesen. Gut: früher nannte man so etwas Zusammenfassung, Anriss oder Vorspann, und es wurde bei jedem längeren Zeitungsbericht verwendet, aber Schramm erweckt in ihrem trendigen, schmalen Buch den Eindruck, alles sei neu und werde zum ersten Mal von der Gesellschaft erlebt.

Ein gewisser Gruselfaktor war dabei, als ich das eBook dieser Veröffentlichung kaufte - ganz legal beim Online-Buchhändler des Vertrauens. Dass es nicht literaturnobelpreisverdächtig sei, ließ sich spätestens nach der vernichtenden Kritik von Ole Reißmann auf Spiegel Online erahnen. Nachdem ich auch nirgendwo anders eine gute Kritik fand, musste ich mich doch selbst überzeugen. Und ich habe jede Seite gelesen. Es war hart! Die Kritikerinnen und Kritiker hatten nicht zu viel versprochen. Immer wieder musste ich aufpassen, nicht in großflächiges Querlesen zu verfallen. Denn alles, was Schramm schreibt, ist - so belanglos.

Beitrag vom: 16. September 2012 - 17:35 | Von: junirio

Manchmal muss vor einem Buch auch gewarnt werden. Kürzlich war mir nach einem neuen Krimi, der nicht auf den Bestsellerlisten steht. In solchen Fällen empfieht sich ein Blick auf krimcouch.de. Dort entschied ich mich für das deutlich empfohlene Buch Totensteige von Christine Lehmann. Es ist bereits die zehnte Folge ihrer Krimi-Reihe um die "Schwaben-Reporterin" Lisa Nerz. Der Plot klang interessant: In einem parapsychologischen Institut wird der Institutsleiter in seinem Büro tot aufgefunden - und zwar in einer Situation, in der der Mörder nicht auf herkömmliche Weise aus dem Raum gelangt sein kann.

Spuk? Teleportation? Lisa Nerz, die den Verblichenen eigentlich nur interviewen sollte, nimmt die Ermittlungen auf. Dabei ist auch ihr Manchmal-Lebenspartner Staatsanwalt Richard Weber und einige andere. Was dann in dem von der Buchbesprechung auf krimicouch.de als Lehmanns bisheriges Opus Magnum gepriesenen Werk passiert, ist heftig.

Beitrag vom: 18. Juni 2012 - 22:40 | Von: junirio

"Seit ich den *piep* habe, habe ich kein richtiges Buch mehr angefasst", erzählte mir eine Bekannte kürzlich, als der Blick auf meinen brandneuen E-Book-Reader fiel. Ganz so krass ist es bei mir nicht. Aber verstehen lann ich diese Aussage schon! Für Geräte der Unterhaltungselektronik bin ich sowieso zu haben. E-Book-Reader übten schon länger aus einem bestimmten Grund eine Faszination auf mich aus: Ich mag nicht gern am Bildschirm lesen.

So sieht er aus: der Kobo-eBook-ReaderNun war es an der Zeit: Aus der Werbung wusste ich, dass der Reader mit Touchscreen eines riesigen Online-Versandhändlers mittlerweile in bezahlbare Bereiche vorgerückt war. Etwas Recherche brachte dann die Erkenntnis, dass dieses Modell es nicht sein sollte, spielt es doch vor allem das besondere E-Book-Format dieses einen Ladens ab. Gleichwertig - und billiger - schien da der Kobo eReader Touch zu sein. Also etwas Geld in die Hand, das es zum runden Geburtstag gegeben hatte, und losgezogen, um ihn aus einem der großen Elektronikmärkte zu holen. Überall wurde ja damit geworben.

Beitrag vom: 2. Januar 2011 - 17:32 | Von: junirio

Weihnachtszeit ist Lesezeit - um mal ein Werbesprüchlein an den Beginn dieses Textes zu stellen. Ich habe mir den zweiten Band von Jussi Adler Olsens Reihe um den Ermittler Carl Mørck vom Sonderdezernat Q gegönnt und während der Feiertage gelesen. "Schändung" lautet der Titel des Buches, das nicht nur in mir große Erwartungen weckte, weil der Vorgänger "Erbarmen" einsame Spitze war. Um es vorweg zu nehmen: An den Vorgänger-Thriller kommt "Schändung" bei weitem nicht heran.

Seiten