Anhängende Werbung ist nicht zu übersehen

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In Schulen und auf dem Schulgelände ist Werbung verboten. Das ist wohl auch gut so. Heute fiel mir mal wieder dieser Anhänger direkt vor dem Zugang zum Schulzentrum Roxel auf. Nach meiner Beobachtung steht er da schon mindestens eine Woche. Beworben wird gut erkennbar eine in Gievenbeck ansässige Nachhilfeschule.

Natürlich muss so ein Institut Werbung machen dürfen. Verständlich ist auch, dass es nah an die Schulen will. Aber direkt vor einer Schule? Das ist vor allem eine Benachteiligung der Nachhilfe-Institutionen, die nicht so agressiv werben. Oder steht dort demnächst ein kompletter Trailer-Park mit Nachhilfe-Werbung?

Hinzu kommt: Nach meiner Beobachtung gefährdet der Anhänger die Fußgängerinnen und Fußgänger, die an der nahe gelegenen Fußgängerampel warten. Denn der Einblick in die Straße wird gefährdet. Entsprechend sehen auch Autofahrer möglicherweise plötzlich auf die Fahrbahn laufende Schülerinnen und Schüler zu spät.

Auf öffentlichen Stellflächen geparkte Werbe-Anhänger scheinen prinzipiell legal zu sein. Udo Vetters Law-Blog berichtete darüber bereits vor acht Jahren. Bis zu 14 Tage darf ein Fahrzeug wohl an ein und derselben Stelle im öffentlichen Raum geparkt bleiben, geht aus einem Artikel der Iserlohner WAZ-Ausgabe hervor.

Wenn denn die Stadt Münster dieses Ärgernis nicht einfach abschleppen darf, sollte vielleicht über eine veränderte Park-Regelung direkt vor der Schule nachgedacht werden. Gerade angesichts der Verkehrssicherheit scheint mir eine Parkscheiben-Regelung von ca. zwei Stunden vertretbar. Das macht den Parkplatz für Anhänger wie jenen wesentlich weniger attraktiv.

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