20
Apr

Wenn Piraten sagen: "Wir tun jetzt mal was für die Jugend"

Am Wochenende hatte eine gescheiterte Splitterpartei, deren Mitglied ich nie war, für die ich aber leider voriges Jahr auf der Bezirksversammlungsliste kandidierte, Landesparteitag. Durch Twitter darauf aufmerksam geworden, vernahm ich dann Erstaunliches: Mit großer Mehrheit beschloss die Tagung in Gelsenkirchen eine Satzungsänderung, wonach Kinder ab zehn Jahre künftig generell Stimmrecht auf Piraten-NRW-Parteitagen haben sollen. Das ist der Passus, der nun Paragraph 6a der Landessatzung schmückt:

(1) Der Landesparteitag ist die Mitgliederversammlung auf Landesebene. Er tagt mindestens einmal jährlich, grundsätzlich öffentlich und unter Zulassung von Gästen. Stimmberechtigt sind die ordentlich akkreditieren Mitglieder des Landesverbandes, sowie grundsätzlich alle Personen, die das 10. Lebensjahr vollendet, jedoch das 16. Lebenjahr noch nicht erreicht haben, es sei denn gesetzliche Bestimmungen stehen dem entgegen.

Zugrunde lag dem ein Antrag eines 14-Jährigen. In den sozialen Medien schlugen die Wellen hoch. Denn wer nicht an dem gruppendynamischen Prozess in Gelsenkirchen teilgenommen und sich hatte euphorisieren lassen - die dortigen Piraten glauben offenbar ernsthaft, sie hätten einen riesen Schritt in Richtung Kinder-Beteiligung gemacht -, rieb sich verwundert die Augen. Denn laut Satzung der NRW-Piraten, die immerhin im Landtag sitzen, dürfen auf ihren Parteitagen nun akkreditierte Parteimitglieder - dazu muss man mindestens 16 Jahre alt sein - und alle Kinder aus aller Welt zwischen zehn und 14 Jahren abstimmen. In die Röhre schauen die 15-Jährigen, die ja das 15. Lebensjahr vollendet und bereits das 16. Lebensjahr erreicht, aber noch nicht abgeschlossen haben.

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12
Apr

Eigene Karten auf Basis der OpenStreetmap erstellen mit Sharemap und Easymap

Mal eben eine Karte mit markierten Flächen oder einer eingezeichneten Route für die eigene Website oder den eigenen Blog erstellen. Klar: Greifen wir doch zu Google Maps. Wie einfach das Erstellen einer solchen personalisierten Karte geht, verrät beispielsweise dieser Artikel auf Chip online. Und wenn ich Google nicht nutzen möchte? Immerhin muss ich mich dazu bei der Welt bekanntester Suchmaschine anmelden? Es gibt ja noch die OpenStreetmap, die zumindest für die meisten Teile von Deutschland eine hervorragende Datenbasis aufweist. Auch für den nach dem Wiki-Prinzip funktionierenden Kartendienst gibt es Online-Tools zum Erstellen eigener Karten. Sharemap und Easymap sind zwei durchaus brauchbare Alternativen.

Beide Tools sind internetbasiert. Ihr arbeitet also nicht mit einer lokal installierten Software, sondern mit einem im Browser laufenden Dienst. Grundsätzlich unterscheiden sich beide Dienste durch Folgendes: Sharemap ist ansprechender gestaltet und leichter zu bedienen, allerdings nur mit englischer Menüführung erhältlich. Easymap, ein unter Creative-Commons stehendes Projekt, ist hingegen nicht ganz so intuitiv zu bedienen. Dafür steht eine deutsche Sprachversion zur Verfügung. Und es ist möglich, die erzeugten Karten lokal herunterzuladen, um sie beispielsweise auf den eigenen Server zu laden und von dort aus anzuzeigen. Das bietet Sharemap nicht.

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8
Mär

Zwei unterschiedliche Autobiographien über Ereignisse, die ganz unerwartet einschlagen

Ein sonniges Wochenende liegt hinter mir. Gleichwohl verbrachte ich große Teile der Zeit zu Hause im Sessel unter der Leselampe. Das ist halt so, wenn man sich noch etwas erholen muss. Langweilig wurde mir nicht: Zwei Bücher lagen auf dem Tisch und wollten gelesen werden. Zwei sehr unterschiedliche Bücher, die vielleicht eines gemein haben: Es sind Autobiographien mit dem Schwerpunkt auf einem bestimmten Lebensabschnitt der Verfasserinnen und Verfasser. Gemein ist beiden Werken auch, dass ich ihre Lektüre empfehle. Angela Marquardts "Vater, Mutter, Stasi" sei jedem und jeder ans Herz gelegt. Wolfgang Niedeckens "Zugabe" ist auch toll, wird aber vor allem Fans des kölschen BAP-Chefs erfreuen. Und ich bin ein Fanboy.

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4
Mär

Alles andere als Meterware: Krimis von Wolf Haas und Liza Cody

Wer in die Regale der großen Buchhandelsketten oder selbst der Supermärkte schaut, glaubt schnell, es gebe nur noch Krimis am Markt. In der Tat ist das meiste davon Meterware. Es gibt einen Prolog, in dem die Tat geschildert wird, dann wird die Aufklärungsgeschichte erzählt. Gern verwendet wird dabei die Perspektive des allwissenden Erzählers. Fast noch lieber lassen die Autorinnen und Autoren die Story mit immer wieder zwischen verschiedenen Erzählpersonen wechselnden Perspektiven auf den Höhepunkt zulaufen.

Aus purem Zufall erwischte ich kürzlich aufeinanderfolgend zwei ganz andere Kriminalgeschichten. Wie eingefahren meine Krimi-Nutzungsmuster bereits sind, merkte ich dann daran, dass ich eines der beiden Bücher gleich noch mal lesen musste, weil mir wegen der ungewöhnlichen Perspektive einfach wesentliche Informationen entgangen waren.

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21
Jan

Aufspielen von CyanogenMod scheitert zunächst an fehlender USB-Verbindung im Recovery-Modus

Auf mein Mini-Tablet Google Nexus 7 möchte ich nicht mehr verzichten. Verhalten war meine Freude, als Google den Nexus-Usern "einfach mal so" Android 5.0 spendierte. Effekt bei mir: Ein quälend langsames Nexus, Abstürze, deutlich eingeschränkter Nutzungsspaß. Als mir dieser Nutzererfahrung zu viel geworden war, beschloss ich: Das ROM muss weg. Schnell fiel meine Wahl auf CyanogenMod (CM) als Alternative. Der englischsprachige Anleitungstext im Cyanogenmod-Wiki erschien mir machbar.

Um es kurz zu machen: Eigentlich ist es auch ganz einfach. Die Installation - ich entschied mich für CM 10.2 - hakte nur an einer Stelle. Davon will ich hier kurz berichten, auch wenn die Lösung - natürlich! - bereits im Netz steht. Aber vielleicht stößt jemand auf der Suche nach dem Fehler auf diesen Text, und ihm oder ihr wird geholfen.

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