Politik

22
Sep

Stadtrat Münster: Nach Familien-Oper Diskussion unerwünscht

Münsters Stadtrat ist einen Besuch wert und ermöglicht erstaunliche Einsichten in die Verfilzung und das Demokratieverständnis der Partei-Dinosaurier in der westfälischen Metropole. Darüber habe ich bereits berichtet. Gestern wurde der Haushalt in den Rat eingebracht. Außerdem sollte auf Antrag der Grünen über die Art und Weise diskutiert werden, wie die große Rats-Koalition aus CDU und SPD den Wechsel von SPD-Fraktionschef Wolfgang Heuer auf den Personaldezernenten-Sessel ausgekungelt vorbereitet hat.

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8
Aug

Piraten, schämt Euch!

140 Zeichen reichen nicht immer. Manchmal darf es ein Eintrag im Logbuch sein. Julia Schramms Beitrag Nach dem Datenschutz hat seit Samstag viel Aufregung verursacht, auch bei mir als Nicht-Piratenmitglied und -wähler. Offenbar wurde durch die (Nicht-)Reaktionen auf den Beitrag auch das komplette, anhaltende Versagen des derzeitigen Piraten-Vorstandes.

Am Wochenende rauschte es im piratigen Twitterwald. Die Geschichte kurz gefasst: Julia Schramm veröffentlichte in Zweitverwertung einen Beitrag zur Position der datenschutzkritischen Spackeria in der durch ein Piraten-Vorstandsmitglied verantworteten Flaschenpost. Darin fasste sie deren Ansichten - die ich weitgehend so nicht teile - klug, aber etwas abgehoben zusammen. Tenor: Das herkömmliche Datenschutzverständnis bezieht sich auf institutionellen Datenschutz, was aber in einer Welt nicht mehr hilfreich ist, in der das Private zunehmend ins Internet abwandert. Deswegen sei es wichtiger, an anderen Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes privates Leben in der digitalisierten Welt zu arbeiten, als am überkommenen Datenschutz festzuhalten. Ihren prinzipiellen Fehler in dem Beitrag benennt Lars Reineke treffend: "Ihr Fehler war nur, es viel zu aufgebläht zu formulieren."

Der Beitrag führte in der Piraten-Welt zu absehbaren Reaktionen: Julia Schramm wurde aufs Übelste beschimpft. Darüber berichtet sie sehr eindrücklich in ihrem Blog. Über piratenübliche Verunglimpfungen hinaus gab es diesmal noch ekelhafte Androhungen körperlicher und sexueller Gewalt. Auch der unvermeidliche Undercover-Pirat Jörg Tauss sonderte seine Meinung ab, die sich so zusammenfassen lässt: Von jungen Frauen akzeptiere ich vieles, aber keine eigenen, kontroversen Gedanken. Wer mehr über die Reaktionen wissen möchte, schaue in die Kommentare zu dem genannten Beitrag.

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25
Mai

Wenn einer einen Ratssitzungsbesuch tut...

dann kann er natürlich viel erzählen. Ein Erlebnisbericht

Heute habe ich mir das erste Mal den Besuch einer Ratssitzung in Münster gegönnt. In mehr als zehnjähriger lokaljournalistischer Tätigkeit habe ich schon reichlich Ratssitzungen und Ratsausschüsse gesehen - nur nicht in einer Großstadt wie Münster. Als es tv.münster noch im Kabefernsehen gab, habe ich hin und wieder dort mal hineingeschaut.

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15
Mär

Die Physiker und die Zukunftsfragen

"Zukunftsfragen gehören nicht in Physiker-Hände." Das twitterte ich am 13. März. Mit einer solchen verallgemeinernden Äußerung bekommt man reichlich empörte Rückmeldungen, die sich über eben diese Verallgemeinerungen beschweren - weil ja sonst niemand auf diesem Erdball niemals nicht verallgemeinert.

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27
Feb

Politisch total korrekt: Revolutionen gut finden

Bewunderns- und bestaunenswert ist der Mut der Menschen in Tunesien, Ägypten und Libyen - oder auch im Jemen oder in Bahrain -, gegen ihre Regierungen aufzustehen und für mehr Demokratie in ihren Ländern einzutreten. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich zu wenig über all diese Länder, um die Entwicklungen dort auch nur annähernd richtig einordnen zu können.

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