Roxel

18
Nov

Übersetzungshilfe für die Agentur für Arbeit beim morgendlichen Hunde-Spaziergang

Als ich heute Morgen mit meinem Hund durchs Roxeler Neubaugebiet lief, stürzte ein junger Afrikaner mit Frau und Kleinkind auf mich zu und hielt mir ein Handy hin. Er brauche mal Übersetzungshilfe. Die Dame am anderen Ende könne kein Englisch, sagt er mir in passablem, aber stockendem Deutsch. Außerdem bekam ich eine Bankkarte in die Hand gedrückt. Rätselhaft!

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31
Dez

Meine persönliche kommunalpolitische Jahresbilanz für Roxel

Nun ist es vorbei, das Jahr 2014. Es war kommunalpolitisch ein ereignisreiches für mich. Ich würde es nicht wieder so machen und begreife meine erfolglose Kandidatur für die Bezirksvertretung - zumindest in der damaligen Konstellation - mittlerweile als Fehler. Gleichwohl interessiert mich das politisch-gesellschaftliche Treiben hier in meinem Nahraum weiter. Vieles, was die "große" Politik, die dazu schließlich auch das Wähler(innen)-Mandat bekam, veranstaltet, sehe ich anders und begreife es nicht. Aber offenbar wollen "die Leute" es so.

Und dann spazierst Du mit Deinem Hund durch den Wald und triffst andere Menschen und es ergibt sich eine "Jahresabschlussgespräch". Natürlich ist dies nicht repräsentativ. Überrascht hat mich gleichwohl, wie "normale" Leute manche Dinge offenbar auch nicht begreifen, die mir auch quer runtergehen. Anders als ich waren meine Gesprächspartner(inn)en alteingesessene Roxelerinnen und Roxeler.

Dieses Jahr, so waren wir uns einig, war für Roxel ein gutes. Mit der Wiedereröffnung des Bahnhaltepunktes wurde eines der letzten großen, wirklich dringend nötigen Projekte realisiert. Alle großen Straßen haben nun Radwege, es stehen vorerst wohl ausreichend Kita-Plätze zur Verfügung. Gar nicht schlecht! Für Roxel bleiben in den nächsten Jahren wenige "Wünsche" offen.

Ortsschild Roxel

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18
Jul

Baut Eure Parkplätze nicht vor unserer Tür!

Arndt Klocke mit Theodora Bockem-Rohleder und Dr. Meinolf Rohleder an der Zufahrt zur Autobahnraststätte in Roxel
Habe ich Promi-Tourismus betrieben? Ich glaube nicht. Seit Tagen hingen im Rohrbusch-Wald in Roxel Zettel an den Bäumen, dass Grünen-Landtagsmitglied Arndt Klocke, seines Zeichens verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion, der Bürgerinitiative Landschaftsschutz Roxel einen Besuch abstatten würde, um sich ein Bild von der Lage am geplanten Lkw-Parkplatz zu machen. Erstens habe ich auch etwas gegen die geplante Anlage, auch wenn mir die Bürgerinitiative dazu eher fremd ist, zweitens wollte ich den agilen Grünen doch mal in offizieller Funktion sehen. Schließlich kommen wir ursprünglich aus aus derselben Kleinstadt. Also ging ich hin.

Beharrlich und mit allen (juristischen) Mitteln kämpft die Bürgerinitiative, präsidiert von ihrer Vorsitzenden, der direkten Anliegerin Theodora Bockem-Rohleder, gegen die beiderseits der Rastanlagen an der A1 geplanten neuen Parkmöglichkeiten für Laster. Wer sich dazu informieren möchte, findet auf der Internetseite der Vereinigung reichlich Informationen. Einen kurzen Überblick über die gesamte "Gefechtslage" bietet dieser Artikel eines regionalen Wirtschaftsportals aus dem vergangenen Jahr. Ganz grob umrissen geht es darum, dass der Landesbetrieb Straße NRW auch in Roxel Lkw-Parkplätze bauen will, um den Brummi-Fahrern die Einhaltung ihrer Ruhezeiten zu ermöglichen. Dazu sollen an die vorhandenen Raststätten angrenzende Flächen (derzeit sind es Felder) genutzt werden. Diese liegen allerdings ca. fünf Meter höher als die "tiefergelegte" Autobahn. Deshalb befürchten die Anwohnerinnen und Anwohner Roxels massive Lärmbelästigungen. Weil das Ganze als reines Verwaltungsverfahren läuft und nach Ansicht des Landesbetriebes die prinzipiellen landesplanerischen Möglichkeiten gegeben zu sein scheinen, sind relevante Parlamente nicht mit dem Fall befasst.

Die Bürgerinitiative sieht das ganz anders. Dort geht man davon aus, dass auf der Grundlage falscher Zahlen, dem Verschweigen von Lärmgutachten-Ergebnissen, verheimlichter Verträge mit der "Tank & Rast", Behörden-Willkür und einer irgendwie bösen, weil untätigen Politik eine unnötige Umladefläche für die Transportindustrie geschaffen werden soll. Für Roxel bedeute dies den Horror schlechthin. Lärm, Abgase, Feinstäube, zwielichtiges Gewerbe unterhaltender und animierender Art und vieles mehr werde künftig das Landschaftsschutzgebiet - in dem sich die Raststättenfläche befindet - zerstören. Dieses brachte man - allen voran Theodora Bockem-Rohleder und ihr Ehemann Meinolf - auch Arndt Klocke nahe, der von seinen örtlichen Parteifreundinnen und -freunden Carsten Peters und Vanessa Braun, die den Besuch vorbereitet hatten, offensichtlich eher oberflächlich gebrieft worden war und viele zielorientierte Fragen stellte. Im Wesentlichen dürfte er mitgenommen haben: Die kommunikativen Fronten zwischen den Beteiligten sind verhärtet. Es werden Vorwürfe ausgetauscht, neue Argumente hingegen eher selten.

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