Urheberrecht

24
Apr

Real existierendes Urheberrecht widerspricht der Lebenserfahrung

Ein Mal im Jahr mindestens führe ich mir Informationsveranstaltungen zum Urheber- und/oder Medienrecht zu Gemüte. Ich bin auf verschiedenen Ebenen mit diversen Internetseiten befasst, da kann es nicht schaden, das spätestens seit meinem Redaktionsvolontariat vorhandene Wissen "upzudaten". Hier in Münster sind wir auf diesem Gebiet bestens ausgestattet. An der Universität gibt es das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) mit Star-Professor Thomas Hoeren (ich vermute, dieser Bewertung würde er selbst nicht widersprechen). Hoeren gibt ja das gerade erst jüngst aktualisierte, so umfassende wie legendäre Skript Internetrecht heraus.

Weil aber das ITM so renommiert ist, ist es in Münster quasi omnipräsent. Kaum eine Informationsveranstaltung zum Medienrecht, wo es keine Rolle spielt. Deswegen freute ich mich, als ich über den Online-Kalender der Münsterschen Piraten auf den Vortrag "Einführung in das Urheberrecht (für Nicht-Juristen)" von Matthias Försterling aufmerksam wurde. Angeboten wurde er von der Arbeitsstelle Forschungstransfer der hiesigen Uni. Ich ging also heute dorthin, in der Hoffnung mal einem Nicht-ITM-Referenten zu lauschen.

Dieses Vorhaben misslang, wie ich schnell feststellte, denn Matthias Försterling war bis zum vorigen Jahr ITM-Mitarbeiter. Seine Folien präsentierte er noch im ITM-Layout. Sein Vortrag war sehr grundsätzlich, insofern lernte ich wenig wirklich Neues kennen. Anregungen lieferte er mir allemal.

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23
Sep

Klick mich, if you can stand it

tl;dr

Julia Schramms Buch "Klick mich" ist schlecht geschrieben. Erschreckender ist aber die darin geäußerte Haltung zu Individuum und Gesellschaft. Moderne, Politik und gesellschaftliches Engagement werden darin zur belanglosen Selbstbespiegelung.

Mit diesem hyper-, die Autorin würde sagen: "metamodernen", Kürzel plus der folgenden Zusammenfassung sind wir bereits mitten im Thema - und haben dem Buch Klick mich: Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin von Julia Schramm sogar die Reverenz erwiesen. Gut: früher nannte man so etwas Zusammenfassung, Anriss oder Vorspann, und es wurde bei jedem längeren Zeitungsbericht verwendet, aber Schramm erweckt in ihrem trendigen, schmalen Buch den Eindruck, alles sei neu und werde zum ersten Mal von der Gesellschaft erlebt.

Ein gewisser Gruselfaktor war dabei, als ich das eBook dieser Veröffentlichung kaufte - ganz legal beim Online-Buchhändler des Vertrauens. Dass es nicht literaturnobelpreisverdächtig sei, ließ sich spätestens nach der vernichtenden Kritik von Ole Reißmann auf Spiegel Online erahnen. Nachdem ich auch nirgendwo anders eine gute Kritik fand, musste ich mich doch selbst überzeugen. Und ich habe jede Seite gelesen. Es war hart! Die Kritikerinnen und Kritiker hatten nicht zu viel versprochen. Immer wieder musste ich aufpassen, nicht in großflächiges Querlesen zu verfallen. Denn alles, was Schramm schreibt, ist - so belanglos.

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14
Jun

Trittbrettfahrer auf dem Urheberrechts-Trip

Über die Twitter-Timeline der Piraten erfuhr ich heute gestern davon, dass das Münstersche Projekt Uwu Lena rechtliche Probleme wegen seines WM-Liedchens "Schland o Schland" hätte. Mehr dazu hatte gestern die Rhein-Zeitung geschrieben. Auch der Piraten-Tweet bezog sich auf den Artikel und stellte fest, dass hier Kreative mit Hilfe des Urheberrechtes schikaniert würden.

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