Social Media

23
Aug

Was wäre passiert, wenn Ernst Nolte heute den Historikerstreit losgetreten hätte? Und was hat das mit Frau Lohfink zu tun?

Achtung, in diesem Text kommen sowohl der Historiker Ernst Nolte als auch das TV-Sternchen Gina-Lisa Lohfink vor. Ein wilde Mischung. An einem gewissen Punkt treffen sich aber meine Gedanken zu beiden.

Am 19. August wurde bekannt, dass der Historiker Ernst Nolte gestorben ist. Die französische "Libération" bezeichnet ihn fälschlicherweise als "größten Nachkriegshistoriker Deutschlands" (so steht es in diesem Artikel). Sein Name steht für den Historikerstreit.

Seit ich von Noltes Tod las, beschäftigt mich die Frage: Was wäre eigentlich passiert, hätte der Mann seine Thesen heute veröffentlicht?

Ich bin mir annähernd sicher, dass es zu einem Historikerstreit, wie wir ihn nun als Teil der deutschen Geistesgeschichte kennen, nicht gekommen wäre. Klar, Nolte hätte in den sogenannten sozialen Medien eine Empörungswelle ohnegleichen geerntet. Online-Petitionen, Demonstrationen, vermutlich auch körperliche Übergriffe auf ihn wären die Folgen gewesen.

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27
Dez

Wie Twitter mein Leben (nicht!?) veränderte

Eine Stärke von Social Media ist vor allem: die Selbstreferenzialität. Ein Thema - oder sagen wir besser: eine sprachliche Äußerung, die im Idealfall ein Thema setzt - wird in die Welt gesetzt. Idealerweisel beziehen sich darauf andere Mitglieder des gerade genutzten Netzwerkes. In Facebook wird etwas mit "Gefällt mir" markiert oder gar kommentiert. Auf Twitter erntet der oder die Schreibende einen Retweet oder einen Ausbruch der Entrüstung.

Genau dies ist der Twitter-Nutzerin @Saendralein mit ihrem Blog-Beitrag "Wie Twitter mein Leben veränderte" gelungen. Sie schildert sehr persönliche Bereicherungen ihres Lebens, die sie - so meint sie - ohne ihren Twitter-Account nie erfahren hätte. Gerade eben las ich die Gedanken von Robert Schedding zum Thema in dessen Blog. Er bestreitet, dass Twitter sein Leben verändert habe, setzt sich aber allgemeiner mit den Chancen des Social-Media-gestützten Netzwerkens auseinander. Und schon hätten wir zwei Beiträge beisammen, die gut in die Blogparade "Faszination Social Media" gepasst hätten, die Stef Bauske im Mai ausgerufen hatte.

Einen dritten Beitrag füge ich nun hinzu.

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11
Nov

Krisen-Management und Social Media: Vorbereitung ist das Wichtigste, wenn es an allen Ecken und Enden brennt

Schon mal darüber nachgedacht, wie Facebook, Twitter & Co. dabei helfen könnten, die Bevölkerung bei einem Chemieunfall zu warnen? Nein? Aber ich. Am Donnerstag in Potsdam. Der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government der Universität Potsdam hatte zum Workshop "Social Media im Krisen- und Katastrophenmanagement" geladen. Dorthin war ich für die  Systec GmbH gereist, für die ich auch die Social-Media-Angebote betreue.

Was will der Abgesandte eines Privatunternehmens, das eher selten Brände löschen und Chemikalien entschärfen muss, bei einer solchen Veranstaltung? Denn es ging dort wirklich um das Social-Media-Management von Flutkatastrophen, Feuern oder auch Chemieunfällen. Die zirka 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von verschiedenen Katastrophenschutzbehörden, von der Feuerwehr, dem Roten Kreuz oder auch der Polizei-Hochschule.

Es war zunächst das private, fachliche Interesse, das mich trieb. Denn in meiner Magisterarbeit befasste ich mich vor knapp zehn Jahren bereits mit E-Government. Hier besteht also Anschluss an meine "Vorbildung". Eigentlich noch motivierender war für mich aber der Wissenstransfer. Denn das Tagungsprogramm sah am Morgen Berichte von Praktikerinnen und Praktikern aus der Wirtschaft vor.

Gleichwohl nahm mich das Thema als solches schnell gefangen. Denn, ich gestehe, ich habe mir noch nie darüber Gedanken gemacht, dass die zuständigen Stellen mittlerweile Probleme haben, all die rechtzeitig vor einer Katastrophe zu warnen, die davon betroffen wären. Sirenen sind vielfach demontiert. Und wenn sie noch irgendwo heulen, "versteht" sie kaum noch jemand. Radiodurchsagen, TV-Aufrufe, Lautsprecher-Wagen-Patrouillen sind entsprechend aufwendig und erreichen nur Teile der immer zersplitterteren "Zielgruppe".

Der Gedanke liegt nah, deshalb soziale Medien stärker in die Warnung der Bevölkerung vor Krisen- und Katastrophenlagen einzubeziehen. Den Ansatz konnte ich nachvollziehen. Mache ich doch selbst die Erfahrung, dass die Aufmerksamkeit bestimmter Menschen mit "herkömmlichen" Medienbotschaften nicht mehr gewonnen werden kann. Steht dasselbe aber auf einer Facebook-Seite, registrieren diese Zeitgenossen es wie von Zauberhand gelenkt.

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17
Apr

Zeitaufwand für die Pflege eines Blogs realistisch einschätzen

Du hast eine tolle Idee für Dein Blog, Ideen für ein bis zwei Texte dafür, die richtige Content-Management-Software gefunden und eingerichtet - und schon geht's los. Das eigene Blog ist online. Nach den ersten zwei euphorischen Wochen mit dem neuen "Internet-Tagebuch" folgt dann häufig die Ernüchterung. Denn das Unterhalten eines Blogs kostet Zeit. Und es kostet nicht gerade wenig Zeit. Läuft es ungünstig, verwaist das Blog mehr oder weniger. Ich selber habe diese Erfahrung auch schon gemacht, beispielsweise bei meinem kleinen Nebenprojekt geocaching.beteiligen.net.

Bevor ich das neue Blog-Projekt www.dreht-sich.de begann, das vor einem Monat unter der Ägide der Systec GmbH (die übrigens auch ein Unternehmensblog betreibt) startete, investierte ich besonders viel Sorgfalt in die Ressourcenplanung für Einrichtung und Unterhaltung des Blogs. Zufälligerweise fiel in diese Zeit die hilfreiche Lektüre der beiden Bücher "Social Media Marketing für Unternehmer" und "Unternehmens-Blogs", die ich vor kurzem hier besprochen habe. Darauf - und auf einigen anderen Internet-Recherchen - aufbauend habe ich dann einen Umsetzungsplan mit Zeitaufwandsschätzung entwickelt und verschriftlicht.

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23
Mär

Rezensionen: hilfreiche Bücher zu Unternehmens-Blogs und Social-Media-Marketing

Zwei Bücher zu Unternehmens-Blogs und Social-Media-Marketing habe ich den vergangenen Wochen für phindie.de rezensiert: Jens Schlüters Social Media Marketing für Unternehmer. Der 30-Minuten-Faktor und Meike Leopolds Unternehmens-Blogs. Praxis-Handbuch für Aufbau, Strategie und Inhalte. Beide Bände sind dieses Jahr bei Pearson erschienen, dem Verlag, der jetzt seine deutschsprachige EDV-Sparte einstellt. Sie vermitteln auf sehr unterschiedliche Weise Wissenswertes zu Blogs und Social Media. Während Leopolds Veröffentlichung eher eine Hilfestellung bei der Blog-Realisierung ist, gibt Schlüters Werk einen Überblick über die wichtigsten Social-Media-Kanäle.

Dass die Buchbesprechungen - und damit die Lektüre - gerade nun anfielen, war reiner Zufall, passte aber sehr gut. Ich war gerade dabei, ein Blog-Projekt zu konzipieren, das mittlerweile in ersten Anfängen live geschaltet ist: www.dreht-sich.de. Dort soll es um alles gehen, was mit Drehung und Rotation zu tun hat. Denn es dreht sich und rotiert ziemlich viel in der Welt um uns herum, wenn man einmal genau darüber nachdenkt.

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