Politik

Politische Blog-Beiträge

7
Mär

Ausladendes Blech will nicht die Roxeler über Gottesdienstzeiten informieren

Hinweisschild auf die Gottesdienst der evangelischen und katholischen Kirche in Roxel In Roxel macht seit neuestem die Kirche auf sich aufmerksam. An drei Ortseinfahrten weisen Schilder auf die Gottesdienstzeiten der evangelischen (lila) und katholischen Kirche (gelb) hin.

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5
Mär

Diffuse Diskussionen zu mehr Bürgerbeteiligung in Münster

Da will sich ein Netzwerk Bürgerbeteiligung in Münster gründen, wie es solche in anderen Städten bereits mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung gibt, und deshalb ist extra Jörg Eichenauer von Mehr Demokratie e.V. angereist. Was der gute Mann wohl dachte, als Ex-UWG-Ratsfrau und Mit-Moderatorin Hannelore Wiesenack-Hauß ihrer Überzeugung Ausdruck verlieh, Bürgerentscheide seien die "Eskalation einer nicht gelungenen Bürgerbeteiligung", überhaupt seien diese in ihrer häufigen Anwendung das "schlechteste Mittel der direkten Demokratie".

Der große Wurf war das erste Treffen dieses zu gründenden Netzwerkes nicht. Nur 19 Menschen verloren sich im Hauptausschuss-Zimmer in Münsters Stadtweinhaus, darunter drei Moderatorinnen und Moderatoren und Jörg Eichenauer. Die Gäste waren entweder Partei-Vertreterinnen oder -vertreter oder kamen aus Bürgerinitiativen wie der BI Mauritz oder der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel, die gegen das Hochhaus auf dem Grundstück des ehemaligen Metropolis-Kinos kämpft. Unorganisierte Bürgerinnen und Bürger waren zwei da: einer davon ich, aber ich bin ja halb organisiert, weil ich als Unabhängiger für die Piraten kandidiere.

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25
Feb

Beim ÖPNV die Zentrumsorientierung überwinden

Zwischen 2009 und 2013 stieg die Zahl der Haupt-Wohnsitze in Münsters Bezirk West um 12,1 Prozent auf 58587. Der Bezirk Mitte verzeichnete ein Wachstum von 10,9 Prozent und zählt nun 120882 Haupt-Wohnsitze. In Nord betrug die Steigerung 3,9 Prozent (28802 Einwohner), in Ost 5,8 Prozent (20484), in Süd-Ost 4,6 Prozent (27936) und in Hiltrup 2 Prozent (37218). Das geht aus der Bevölkerungsstatistik für Münsters Stadtteile hervor. Im Bezirk Mitte wurden im selben Zeitraum 2843 Neu- und Umbauten durchgeführt. Im Bezirk West waren es 3080, im Norden 306, im Osten 728, Im Süd-Osten 541 und in Hiltrup 621. Wer diese Zahlen nachprüfen möchte, schaue hier hinein. Klar wird aus diesen Daten, dass in Münster derzeit im Bezirk West die "Musik spielt". Es wird am meisten gebaut, die Bevölkerung wächst dort am rasantesten.

Grafische Darstellung der Auslastung der Stadtbuslinien in Münster

Dieser Text soll nun vom Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in dieser Stadt handeln. Die Verbindung zu den obigen Zahlen schafft diese Grafik, die ich S. 61 des Entwurfs zum 3. Nahverkehrsplan Stadt Münster entnommen habe, der dieser Tage als Vorlage seinen Gang durch die Ratsgremien angetreten hat. Das farbige Oval habe ich hinzugefügt, ebenso die Zahlen. Diese geben die Zahl der Haupt-Wohnsitze der jeweiligen Stadtteile an. Es markiert in etwa das Gebiet des Stadtbezirks West. Gezeigt wird durch die Linien die Auslastung der verschiedenen Stadtbus-Linien. Dünne Linien sind 20-Minuten-Takt-Verbindungen oder schlechter, dicke solche mit 10-Minuten-Takt oder besser. Rot heißt: schlechte Auslastung, gelb mittlere, grün gute Auslastung. Die invertierten Ausrufezeichen wiederum zeigen an, dass es in einem Gebiet noch Potenzial gibt. Leider verschweigt der Berichtsentwurf den Maßstab. Konkrete Zahlen zu den Auslastungen der Linien werden nicht genannt, nur der Erhebungszeitraum. Das ist übrigens im derzeit gültigen, 2. Nahverkehrsplan etwas besser.

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20
Feb

Bürger setzen Zeichen für lebenswertes neues Quartier auf altem Kasernengelände in Gievenbeck

Sicher über 200 Besucherinnen und Besucher verfolgten den Bürger-Dialog zur Konversion der Flächen der Oxford-Kaserne in Gievenbeck

Ich bin wirklich gern zugezogener Münsteraner. Seit 1996 wohne ich hier. Seit 2004 2007 steht mein W-LAN-Router in Roxel. Dass ich in einem besonderen Städtchen lebe, zeigte mir mein heutiger Besuch beim Bürger-Dialog der Stadt Münster zur Konversion der Flächen der ehemaligen Oxford-Kaserne in Gievenbeck. Bürgerbeteiligung funktioniert und erbringt hervorragende Ergebnisse! Wer's nicht glaubt, hätte heute Abend bei dieser Veranstaltung sein sollen.

Worum geht's? Zunächst darum, dass ich mich nicht mit fremden Federn schmücke. Ich war an dem bisherigen Partizipationsprozess nicht beteiligt, habe ihn nur medial verfolgt. Vor allem aber geht es darum, dass nach dem Abzug der britischen Soldaten aus der Oxford-Kaserne im vorigen Frühjahr dieses riesige Gelände neu genutzt werden soll. Die Stadt hat lobenswerter Weise dazu einen sehr frühen Beteiligungsprozess gestartet. Ein großes Infopaket dazu hat die Stadtverwaltung auf ihrer Homepage geschnürt.

Vorigen November gab es eine Besichtigung des Geländes, danach eine Informationsveranstaltung, an der bereits mehr als 300 Menschen teilnahmen. Das Interesse an der Gestaltung des Geländes in Gievenbeck ist also groß. Kein Wunder, bildete sich der heutige Ort doch um das Kasernengelände herum. Anders herum gesagt: Die Kaserne teilt den Ort. Mit der Neugestaltung erhoffen sich die Gievenbeckerinnen und Gievenbecker eine neue Mitte für ihren Ortsteil, der immerhin rund 20000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt.

Der Infoveranstaltung schloss sich ein ganztägiger Workshop im "Fachwerk" Gievenbeck an, an dem sich auch wieder 90 Bürgerinnen und Bürger beteiligten. In fünf Gruppen erarbeiteten sie Zielvorstellung für das zu überplanende Kasernen-Gelände. Heute Abend wurden diese Ergebnisse nochmals präsentiert, bevor daraus die Anforderung für Planungsbüros formuliert werden, die nun ihre Vorschläge einreichen sollen, die dann wiederum partizipativ diskutiert werden sollen. Auch heute Abend waren wieder sehr viele Leute in der Aula des Stein-Gymnasiums - ich schätze, dass es deutlich mehr als 200 waren.

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12
Feb

Einige Ideen-Splitter zum Bürgerhaushalt Münster

Illustration Bürgerhaushalt. Foto von Nutzer Thomas Schürmann (cronhill) unter CC BY-NC-SA 2.0 auf www.flickr.de
Foto von Nutzer Thomas Schürmann (cronhill) unter CC BY-NC-SA 2.0 auf www.flickr.de

Es war wieder Ratssitzung in Münster - und ist es wahrscheinlich immer noch. Viel könnte ich erzählen. Ich lasse es diesmal aber bei kurzen Gedankensplittern zum Bürgerhaushalt. Auf der Tagesordnung stand eine Vorlage der Verwaltung, in der es darum ging, den Bürgerhaushalt nach einem Jahr Pause dieses Jahr wieder durchzuführen. Solltet Ihr mehr Informationen zum Münsterschen Bürgerhaushalt an sich suchen, empfehle ich Euch ganz uneigennützig diesen und diesen Blog-Artikel von mir. Natürlich hat auch die Stadt Münster viele Informationen dazu.

Der Bürgerhaushalt ist politisch umstritten und wird medial - nun ja - zurückhaltend unterstützt. Das spiegelte sich gestern bereits im Finanzausschuss und der begleitenden Berichterstattung. SPD und FDP machten beispielsweise deutlich, dass sie mit den Ergebnissen der bisherigen Bürgerhaushalte unzufrieden seien. Dazu habe ich mich in den oben verlinkten Artikeln bereits geäußert.

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