Notizen

29
Jan

Eine Pferdesteuer wäre eigentlich eine gute Idee

Als Sondersteuer für Frauen empfindet Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach eine etwaige Pferdesteuer. In seinem Blog hat der Hobby-Reiter und -Pferdezüchter Überlegungen formuliert, die nach seiner Ansicht gegen die Einführung einer Pferdesteuer sprechen. Grob zusammengefasst argumentiert er so:

  • Durch eine Steuer würden auch und gerade Kinder und Jugendliche aus einfacheren Verhältnissen belastet, weil Reitstunden teurer würden. Reiten sei anders als sein Ruf kein exklusiver Sport für Besserverdienende.
  • Nach Einführung einer kommunalen Pferdesteuer würden Pferdezuchtbetriebe den Ort verlassen.
  • Weil mehrheitlich Frauen dem Hobby Reiten nachgingen, sei eine Pferdesteuer eine unzulässige Sonderbesteuerung für Frauen.

Weil ich irgendwie zu doof war, die Kommentarfunktion in seinem Blog zu nutzen, antworte ich an dieser Stelle auf die nach meiner Ansicht bemerkenswerten Argumente des Bloggers.

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18
Nov

Übersetzungshilfe für die Agentur für Arbeit beim morgendlichen Hunde-Spaziergang

Als ich heute Morgen mit meinem Hund durchs Roxeler Neubaugebiet lief, stürzte ein junger Afrikaner mit Frau und Kleinkind auf mich zu und hielt mir ein Handy hin. Er brauche mal Übersetzungshilfe. Die Dame am anderen Ende könne kein Englisch, sagt er mir in passablem, aber stockendem Deutsch. Außerdem bekam ich eine Bankkarte in die Hand gedrückt. Rätselhaft!

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23
Aug

Was wäre passiert, wenn Ernst Nolte heute den Historikerstreit losgetreten hätte? Und was hat das mit Frau Lohfink zu tun?

Achtung, in diesem Text kommen sowohl der Historiker Ernst Nolte als auch das TV-Sternchen Gina-Lisa Lohfink vor. Ein wilde Mischung. An einem gewissen Punkt treffen sich aber meine Gedanken zu beiden.

Am 19. August wurde bekannt, dass der Historiker Ernst Nolte gestorben ist. Die französische "Libération" bezeichnet ihn fälschlicherweise als "größten Nachkriegshistoriker Deutschlands" (so steht es in diesem Artikel). Sein Name steht für den Historikerstreit.

Seit ich von Noltes Tod las, beschäftigt mich die Frage: Was wäre eigentlich passiert, hätte der Mann seine Thesen heute veröffentlicht?

Ich bin mir annähernd sicher, dass es zu einem Historikerstreit, wie wir ihn nun als Teil der deutschen Geistesgeschichte kennen, nicht gekommen wäre. Klar, Nolte hätte in den sogenannten sozialen Medien eine Empörungswelle ohnegleichen geerntet. Online-Petitionen, Demonstrationen, vermutlich auch körperliche Übergriffe auf ihn wären die Folgen gewesen.

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10
Mai

Pöbel-Patriot deckt auf: Schon früher töteten Mörder mit dem Messer

Erstaunt es mich, dass die Lügenpresse-Plärrer Lügner sind? Nein. Es erstaunt mich aber, wie dummdreist sie ihren Rotz in die Welt setzen und alle gern empörungsbereiten Dumpf- und Nazibacken es nachplappern.

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21
Feb

Kommunalpolitik und Bürgerschaft: Es ist kompliziert

Ein kleiner Text brachte mich kürzlich zum Nachdenken. Er löste etwas in mir aus. Ich dachte darüber nach, was ich von meinen Politikerinnen und Politikern um mich herum halte; wie ich mit ihnen umgehe - und sie mit mir. Das hier wird nun die Verschriftlichung meines Nachdenkens, weitgehend ohne Links, Belege oder Fußnoten. Es sind einfach nur meine Eindrücke. So wie ich mich auf die Eindrücke von Andreas Edler beziehe, die dieser am 4. Februar in sein Blog notierte.

Worum geht es? Andreas Edler ist für die Grünen Ratsmitglied in Bad Oeynhausen. Ich kenne ihn nicht, folge ihm nur überzeugt auf Twitter und habe zu Bad Oeynhausen insofern eine Beziehung, als sich mein Zivildienst dort abspielte und ich als Vlothoer Lokaljournalist vor mehr als 20 Jahren ein Mal im dortigen Stadtrat war, glaube ich. Dieser grüne Lokalpolitiker berichtet nun, ein örtlicher Verein lade künftig die Ratsmitglieder zu einem zwanglosen Politiker-Bürger-Treff im Anschluss an die Ratssitzungen ein. Der Autor ist erkennbar irritiert, meint eine merkwürdige Unterstellung in der Einladung zu entdecken, für Bürgergespräche nehme er sich sonst zu wenig Zeit. Er will den Termin aber wahrnehmen, weil ihm am Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr wohl gelegen ist. Gleichzeitig berichtet er von den vielen vergeblichen Versuchen der lokalen Politik, mit der Bürgerschaft ins Gespräch zu kommen. Die Mecker-Bereitschaft in den Sozialen Medien steht halt in keinem Verhältnis zur Beteiligung an Bürgersprechstunden, Diskussionsveranstaltungen oder der Besucher-Zahl in Rats- oder - noch schlimmer - Ausschuss-Sitzungen.

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