Notizen

1
Jan

Pro-russische Kernkraftpropaganda: Von Zweifeln nicht nur sauber, sondern rein

Russisches Kernkraftwerk Beloyarsk. (Quelle: Wikimedia Commons)

Die Nuklearia, diese nach meiner Meinung hemmungslos kernkraftfreundliche Vereinigung, erfreut uns ja immer wieder einmal mit Berichten über heilsbringende Kernkrafttechnik, die uns die bösen Grünen vorenthalten wollen. Vorgestern war es mal wieder soweit. Berichtet wurde über den Reaktor BN-800 am russischen Kernkraftwerk Beloyarsk, östlich des Urals, nahe Jekaterinenburg, nicht weit von der Mongolei und Kasachstan entfernt.

Der Artikel, geschrieben vom Vereinsvorsitzenden Rainer Klute und Dominic Wipplinger, ist abermals ein schönes Beispiel für das Vorgehen der Nuklearia. Die Lesenden werden mit - wahrscheinlich korrekten - Fakten bombardiert, um ihnen zu verdeutlichen, wie groß der Nutzen der Kernenergie sei und dass es keinen Grund zu übertriebener Skepsis gebe. Der Aufhänger in diesem Fall ist: Der neue natriumgekühlte Reaktor (es ist der vierte Reaktor und der zweite natriumgekühlte im schon seit 1964 laufenden Kraftwerk) soll mit Plutonium anstatt Uran betrieben werden und so der Vernichtung waffenfähigen Plutoniums dienen. Klasse Sache, oder?

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27
Dez

Wie Twitter mein Leben (nicht!?) veränderte

Eine Stärke von Social Media ist vor allem: die Selbstreferenzialität. Ein Thema - oder sagen wir besser: eine sprachliche Äußerung, die im Idealfall ein Thema setzt - wird in die Welt gesetzt. Idealerweisel beziehen sich darauf andere Mitglieder des gerade genutzten Netzwerkes. In Facebook wird etwas mit "Gefällt mir" markiert oder gar kommentiert. Auf Twitter erntet der oder die Schreibende einen Retweet oder einen Ausbruch der Entrüstung.

Genau dies ist der Twitter-Nutzerin @Saendralein mit ihrem Blog-Beitrag "Wie Twitter mein Leben veränderte" gelungen. Sie schildert sehr persönliche Bereicherungen ihres Lebens, die sie - so meint sie - ohne ihren Twitter-Account nie erfahren hätte. Gerade eben las ich die Gedanken von Robert Schedding zum Thema in dessen Blog. Er bestreitet, dass Twitter sein Leben verändert habe, setzt sich aber allgemeiner mit den Chancen des Social-Media-gestützten Netzwerkens auseinander. Und schon hätten wir zwei Beiträge beisammen, die gut in die Blogparade "Faszination Social Media" gepasst hätten, die Stef Bauske im Mai ausgerufen hatte.

Einen dritten Beitrag füge ich nun hinzu.

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16
Nov

Für wen lohnt sich Prepaid-Strom eigentlich wirklich? (Update vom 22.11.2013)

Twitter bildet! Darüber wurde ich auf Prepaid-Stromzähler aufmerksam. Denn die Stadtwerke Münster planen fürs nächste Jahr die Einführung solcher Vorauskasse-Stromanschlüsse. Zielgruppe: Menschen, die Probleme haben, die Stromrechnung zu bezahlen - sogenannte Inkasso-Fälle - und solche, die mehr Kontrolle über ihren Energieverbrauch gewinnen möchten. Das teilten mir die Stadtwerke Münster per Twitter auf Nachfrage mit.

Prepaid-Strom ist eigentlich eine tolle Idee, oder? Das Vorauszahlungssystem kennen wir vom Mobiltelefon - und übrigens auch der Briefmarke - und es funktioniert prächtig. Schließlich gibt es bei den für Privatverbraucher stetig und massiv steigenden Strompreisen immer mehr Zahlungsprobleme (während die Energieversorger die Groß-Abnehmer schonen, wie die Energieagentur NRW sehr schön zeigt). In ganz Deutschland wird jährlich mehr als 300000 Haushalten der Strom abgedreht, verweist der Tagesspiegel auf Zahlen aus dem Jahr 2011. Insgesamt erhalten bis zu 800000 Haushalte in Deutschland keinen Strom mehr, weil sie ihn nicht bezahlen können, schätzt die Frankfurter Rundschau.

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1
Nov

Kernenergetisch Erleuchtete können mir gestohlen bleiben

Mensch, da rutschte mir doch heute dieser Tweet heraus, indem ich auf einen hochinteressanten Artikel beim Deutschlandfunk zu den Chancen von Thorium-Reaktoren verwies, über dessen Inhalt man wirklich mal nachdenken könnte. Die dortige, differenzierte Auseinandersetzung kontrastierte ich mit den - nun ja - ein wenig einseitigen Argumentationen einer - nun ja - ein wenig speziellen Gruppe: der "Nuklearia". Dort war offenbar die Feindbeobachtung bereits scharf geschaltet. Denn die Antwort kam prompt:

Screenshot eines Twitter-Posts von junirio zur Nuklearia

Gut, Sie gingen nun so gar nicht auf meinen inhaltlichen Verweis ein. Kann man verstehen, schließlich hatte ich ja auch noch etwas zu meiner Einschätzung ihres Vereins geschrieben.

Die Nuklearia nennt sich selbst "Pro-Kernergie-Verein" und " will Befürworter der Kernenergie sammeln und ihr Sprachrohr sein." Das steht bei ihnen in diesem Blog-Beitrag. Gut, kann man machen. Gegründet ist der Verein mittlerweile. Im Vorstand sitzen Menschen, die Folgendes verkünden (Ihr müsst jetzt stark sein; die kompletten Zitate findet Ihr hier):

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16
Aug

Toll, Stadt pflegt Wege vielleicht ein wenig zu gut

Irgendwo in Roxel wuseln immer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Grünkolonne herum. Das kriege ich bei meinen regelmäßigen Hunde-Spaziergängen durch den Ort durchaus mit. Besonders gefällt mir, wie alle paar Monate die kommunalen Spielplätze durch städtisches Personal überprüft und kleinere Schäden sofort repariert werden. Auch um die Beseitigung des von hirnlosen Idioten an den unmöglichsten Stellen zurückgelassenen Mülls machen sich die Stadt-Arbeiter regelmäßig verdient. Sie haben also einen wesentlichen Anteil daran, dass dieser Ortsteil nach wie vor sehr schön ist. Danke dafür!

An der Welsingheide wird Schotter gelagert, mit dem die Radwege befestigt werden

Seit Ferienbeginn wurde die kommunale Pflege-Aktiivtät für die öffentlichen Flächen deutlich intensiviert. Nun nahm sich ein tiefbauendes Team einen Teil der Radwege vor. Die im Rohrbusch-Wäldchen verlaufenden Radwege sowie die am Meckelbach entlang zwischen Welsingheide, Nottulner Landweg und Pienersallee sollen offenbar instandgesetzt werden. Derzeit kündet ein großer Schotter-Haufen auf dem Rohrbusch-"Eingang" an der Welsingheide von dem Vorhaben (siehe Foto).

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