Notizen

7
Aug

Wahlplakate von CDU, FDP, Linkspartei, Piraten: Eindrücke nach dem ersten Blick

Es werden immer mehr. Bis zum 22. September. Die bei der kommenden Bundestagswahl antretenden Parteien "erfreuen" uns seit dem vorigen Wochenende mit ihren Plakaten, die sie nach und nach an jeden Baum hängen, der nicht früh genug gefällt wurde, und jeden Laternenpfahl, der sich nicht in eine kreuzungsnahe Position gerettet hat. Und die Plakate sind laaaangweilig. Aber damit erzähle ich niemandem Neues.

Weil in dem Münsteraner Ortsteil, in dem ich wohne, erst CDU und FDP ihre Direkt-Kandidaten plakatiert haben, war mein gestriger Ausflug in die "große, weite Welt" für mich spannend. Ich musste nämlich ins Münstersche Stadtzentrum. Und so fuhr ich mit dem Auto auf dem Kardinal-von-Galen-Ring und war angeödet von den Plakaten, die an mir vorbeirauschten. Zu sehen waren Linke, Piraten, CDU und FDP. Von diesen Augenblicken möchte ich kurz erzählen.

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30
Jul

Irgendwo treffen wir unsere Zielgruppe bestimmt - auf immer mehr Kommunikationskanälen

Dass wir in multimedialen Zeiten leben, muss ich Leserinnen und Lesern eines Blogs wohl nicht erklären. Sicher werden die Kanäle immer mehr, über die ich mit anderen kommunizieren kann. Die Medienkonvergenz-Theorie  verrät uns seit vielen Jahren, dass neue Medienangebote die alten nicht einfach verdrängen. Stattdessen kommt es zu Verschmelzungen und zusätzlichen Nutzungen - bei nicht allzu stark angestiegener Gesamt-Mediennutzungsdauer. Für die Öffentlichkeitsarbeit kann das durchaus zur Herausforderung werden. Wo erreiche ich meine Zielgruppe(n) am besten? Und falls ich schon weiß, wo ich sie erreiche, bleibt noch die Frage, wie ich mich am besten an sie wenden sollte. Denn ich will ja etwas von ihnen. Wer all das zielsicher voraussagen und entsprechend umsetzen kann, dürfte vorerst sein Auskommen gesichert haben. Ich besitze derlei hellseherische Fähigkeiten nicht. Stattdessen glaube ich, dass wir in der Öffentlichkeitsarbeit künftig weit mehr Kanäle als jetzt schon bedienen müssen, um unser gewünschtes Publikum "einzusammeln".

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3
Jul

Wie gesetzestreu geht es im Preußen-Stadion zu?

In keiner Regionalzeitung dürfen die Leserinnen und Leser ausgewogene oder gar kritische Berichterstattung zum heimischen Fußballklub erwarten. Das ist natürlich auch in Münster nicht anders, wo sich die dortigen Zeitungen beispielsweise standhaft weigern, die horrenden städtischen Subventionen für den Wirtschaftsbetrieb Erste Fußballmannschaft auch nur im Ansatz kritisch zu hinterfragen. Darum soll es hier aber gar nicht gehen. Bizarr ist hingegen die derzeitige Berichterstattung der Online-Version der Münsterschen Zeitung zur möglicherweise hohen Zahl von Strafverfahren nach jedem Heimspiel von Preußen Münster.

Nachdem offenbar ursprünglich berichtet worden war, nach jedem Heimspiel gebe es etwa 15 Ermittlungsverfahren gegen Besucherinnen und Besucher, erfahren die Leserinnen und Leser nun unter der Überschrift Zahl der Gewalttaten im Stadion: Behörden rudern zurück, dass es nur durchschnittlich sechs Ermittlungsverfahren pro Spiel seien, also weniger als die Hälfte der ursprünglich genannten Zahl. In der Tat ein großer Unterschied! Zudem ist ja auch nicht gesagt, dass ein eingeleitetes Verfahren mit einer Strafe oder Buße endet. Der Medienbericht zählt einige weitere vermeintlich entlastende "Fakten" auf. Interessanterweise ist dort beispielsweise zu lesen, dass in der vergangenen Saison drei Menschen durch die ach so harmlosen Bengalos verletzt worden seien. Und es finden sich die folgende Ausführungen:

"Zum Vergleich: Beim Sommersend 2013 gab es sechs Ermittlungsverfahren, davon drei wegen Körperverletzung. Der Rosenmontagsumzug 2013 produzierte 20 Ermittlungsverfahren, davon zwölf wegen Körperverletzung."

Also alles halb so wild, wenn doch nach dem Send auch sechs Menschen und nach dem Rosenmontag sogar 20 Ermittlungsverfahren am Hals hatten? Zahlen sind ohne Einordnung wertlos. In diesem Fall ist der Gedanke faszinierend, warum die absoluten Zahlen dort so allein stehen. Nach Angaben im selben Text hatte Preußen Münster einen Durchschnittsbesuch von 8986 Menschen im Stadion. Die Besucherzahlen der anderen Veranstaltungen werden nicht genannt.

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21
Jun

Die Schwarzen haben die größten

Mannshoch sind die Aufsteller, die für Sybille Benning von der CDU werben. Wesentliche Teile der Fassade schmücken Plakate am SeniorenheimKeine 100 Tage mehr, dann sind Bundestagswahlen. Das heißt auch: Die Parteien senden ihr Bodenpersonal aus, um die Ortszentren mit Parteiwerbungsplakaten zu verschandeln. In Roxel machten gestern die Christdemokraten den Anfang.

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16
Mai

Vom Respekt der Demokraten untereinander - ein Rant nach einer Ratssitzung

Pascal Powroznik, Ratsmitglied für die Piratenpartei in Münster, ist ein komplexer Charakter. Für mache seiner Kolleginnen und Kollegen im Rat mag er streberhaft erscheinen. Er ist immer akribisch vorbereitet. Das ist nicht für jedes Ratsmitglied selbstverständlich. Andere mögen finden, er sei ein Eiferer. Ist er von etwas überzeugt und wird in Diskussion hineingezogen, redet er immer schneller und weniger gut verständlich. Hat er eine Position gefunden, vertritt er sie manchmal bis an die Grenzen der Diplomatie und darüber hinaus. Sicher spielt bei seiner Ratspolitik auch eine Rolle, dass er ein absoluter Einzelkämpfer ist, da ihn seine Partei, und da vor allem der Vorstand, komplett im Regen stehen lässt.

Über die vergangenen Monate und Jahre betrachtet, hat sich der junge Piraten-Abgeordnete sehr weiterentwickelt. Sein Wissen ist gestiegen, er weiß mittlerweile, wie er einen Antrag maximal erfolgreich platziert, vor allem seine Redebeiträge sind deutlich besser geworden. Was sich hingegen gar nicht geändert hat, ließ sich in der gestrigen Ratssitzung gut beobachten: Seine Kolleginnen und Kollegen aus den alten Fraktionen benehmen sich immer noch unter aller Sau, wenn Powroznik das Wort ergreift.

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