Keith Richards

12
Okt

Biographie von Keith Richards gelesen. Ja und?

Lange Autofahrten werden für mich erst schön durch Hörbücher, die mir Kilometer um Kilometer das Fahren auf der Autobahn versüßen. Für die kürzlich anstehende Anfahrt zu einer Messe fiel meine Wahl auf die Autobiographie "Life" von Keith Richards. Der Mann ist ein Gitarren-Gott, seine Riffs haben mehrere Generationen Rock-Musik beeinflusst, dass sein Leben überhaupt noch andauert, ist angesichts seines Drogenkonsums ein kleines Wunder. Dass das Hörbuch, eine gekürzte Fassung, von NDW-Urgestein Stephan Remmler gelesen wird, versprach Spannung. Und nicht zuletzt: "Nach Bob Dylans Biografie ist Richards Buch wahrscheinlich die beste Rock-Memoire, die je geschrieben wurde." So zitiert die Website des deutschen Rolling Stone den Chefredakteur der US-Ausgabe.

Nun, Bob Dylans "Chronicles, Vol. 1" habe ich auch gehört - gelesen von "Südstadt-Dylan" Wolfgang Niedecken. Die Autofahrt ist absolviert. Das Buch ausgehört. Zurück bleibt ein leeres Gefühl. Die vielen guten Kritiken - wie etwa diese -, die "Life" bekam, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Grund dafür mögen arg rabiate Kürzungseingriffe in den Erzählverlauf sein. Geboten wird dem Zuhörenden ein wirres Potpourri von Szenen aus Keith Richards' Leben. Erzählt wird in einfachen, schnörkellosen Sätzen, die in der Tat gut mit Stephan Remmlers lakonischer Lese-Art harmonieren.

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