Schlagwort: Urlaub

  • Dann ist der Hund nicht mehr da

    Dann ist der Hund nicht mehr da

    Ist es gut, dass wir in den seltensten Fällen wissen werden, dass dieses eine das letzte Foto sein wird, das wir von einem geliebten Mit-Lebewesen gemacht haben werden? Vermutlich ist es gut so, dass wir dies nicht mit Sicherheit sagen können. Sonst würden wir ja bereits vor dem Auslösen Rotz und Wasser heulen.

    Als ich mit meinem Hund Rocky noch über den Jahreswechsel an die Nordsee gefahren bin, habe ich ihn natürlich auch fotografiert. Sonst bin ich nicht so der Knipser, der pausenlos das Objektiv der Smartphone-Kamera auf seine Mitmenschen und -tiere hält. Im Urlaub darf es dann aber schon mal sein.

    Ich hatte auch gute Gründe, Rocky abzulichten. Ich freute mich nämlich, dass es dem alten Hunde-Herren – immerhin war er bereits über 13 Jahre alt – an unserem Urlaubsdomizil, das er bereits von früheren Aufenthalten kannte, gut gefiel. Seit dem Spätsommer machte er mir immer mehr Sorgen, sein Gesundheitszustand hatte sich kontinuierlich verschlechtert. Eine chronische Darmentzündung ließ sich letztlich nur noch mit Cortison im Griff behalten. Die Folge: Er wurde anfällig für zusätzliche Infekte.

    Rocky im Winterurlaub 2025/2026 in Friedrichskoog-Spitze

    Dieses Foto ist nicht das letzte, aber eines der letzten Bilder, die ich von Rocky gemacht habe. Es ist garantiert das letzte, auf dem sein ganzer Körper zu sehen ist.

    Für den Nordsee-Urlaub hatte ich ihm noch einen Mantel gekauft, damit er – in den vorangegangenen Monaten deutlich abgemagert – nicht allzu sehr frieren musste. Das wärmende Kleidungsstück akzeptierte er gern und tapste tapfer neben mir her, wenn wir unsere täglichen Gänge zum Deich unternahmen.

    Rocky war langsam geworden, aber weiterhin sehr aufgeschlossen. Seit Jahren litt er bereits unter Arthrose, was sein Fortkommen natürlich erschwerte. Zwei bis drei Kilometer schaffte er an der Nordsee gleichwohl noch. Das war schön. Ich kehrte am 3. Januar recht zufrieden nach Hause zurück. So hätte es noch eine Weile weitergehen können.

    Zwei Wochen später ging es dann zu Ende. Dieser eine Infekt war zu viel. Drei Tage lang hoffte ich, dann war klar: Rocky möchte gehen. Mehr konnte ich nicht mehr für Dich tun! Nun ist es in meiner Wohnung leer. Es bleibt Dankbarkeit, dass ich Dich so lange bei mir haben durfte. Mit sechs Jahren zogst Du – vermittelt über den Tierschutz – bei mir ein und bliebst etwas mehr als sieben Jahre.

    Es war eine gute Zeit!

  • Winterurlaub 2025/2026 in Friedrichskoog-Spitze

    Winterurlaub 2025/2026 in Friedrichskoog-Spitze

    Brrr! Auf dem Deich war es kalt, windig, winterlich – und sooo schön!

    Eine ganze Woche war ich an der Nordsee in Friedrichskoog-Spitze. Und was habe ich gemacht? Nichts! Na ja, nicht wirklich nichts, aber keine großen Aktivitäten. Es war einfach eine wunderschöne, entschleunigte Zeit. Drei Spaziergänge pro Tag zum Deich, lesen, kochen und nebenbei noch an meinem privaten Homepage-Projekt arbeiten.

    Schon zum dritten Mal in Friedrichskoog-Spitze

    Seit drei Jahren ist Friedrichskoog-Spitze bereits mein Ziel für den Jahreswechsel-Urlaub. Mein ursprüngliches Ziel war es, mit Rocky quasi vor der Silvesterböllerei in Münster zu fliehen, damit er zum Jahreswechsel weniger Panik erleiden muss.

    Geknallt wird auch dort oben, zwischen Büsum und Cuxhaven im Dithmarscher Land, aber deutlich weniger als in meiner westfälischen Heimat.

    Ruhe hoch im Norden ist unschlagbar

    Was ich an den Tagen dort oben hoch im Norden aber wirklich schätze, ist die Ruhe. Im Winter ist an der Festland-Nordseeküste nicht allzu viel los. Die Kehrseite: Es haben auch nur wenige Restaurants auf.

    Allerdings bin ich ein begeisterter Urlaubskoch. Ich liebe es, mir abends nach einem schönen Tag ein Essen zuzubereiten.

    Das Beste am Norden ist die reduzierte Landschaft. Du hast dort viel plattes Land – und den Deich. Wenn es dann kalt und etwas windig ist, gibt es für mich an der Küste wenig Schöneres, als auf dem Deich herumzuspazieren.

    Das ist sogar relativ anstrengend. Deswegen sind die Gänge nicht allzu lang, dann geht es wieder in die warme Ferienwohnung, und ich lese etwas.

    Fünf Bücher gelesen, viel bewegt, Sturmflut und Schnee bestaunt

    So war es auch dieses Mal: Die Bilanz: Insgesamt fünf Bücher gelesen, jeden Tag lecker gekocht, einige Male gejoggt, mich über den verschneiten Deich gefreut, über eine kleine Sturmflut gestaunt. Und beim Abreisen schon gewusst, dass ich das zum nächsten Jahreswechsel wieder machen möchte.